Kleingartenverein "Am Kienberg" e.V.

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Verfasst am 19.04.2026 um 21:28 Uhr

GartenSeminar zum Thema "Wassermanagement im Kleingarten" 

in der KGV „Rosengarten Marzahn“ e.V.

Wir befinden uns in der Kleingartenanlage „Rosengarten Marzahn“. Sven Wachtmann, Beauftragter für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Bezirksverbandes Berlin-Marzahn der Gartenfreunde e.V. hat da mal was vorbereitet. 

Klaus-Peter Becker, Bezirksgartenfachberater organisierte das interessante Garten-Seminar und unterstützte Sven Wachtmann beim Aufbau der Präsentation. Doch bevor es losgeht begrüßt Klaus-Dieter Ring, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Rosengarten Marzahn“ e.V. die anwesenden Gäste.


Es geht nicht nur ums Wasser sparen. Die eingesetzte Liebesmühe im Kleingarten soll zur Erntezeit von Erfolg gekrönt sein. Jeder Kleingärtner kennt das wunderbare Gefühl, wenn gesundes wohlschmeckendes Obst und Gemüse auf dem Essenstisch kommen. Obst und Gemüse können im Kleingarten ausreifen. Wassermanagement ist nicht nur eine Frage der Technik. Man sollte den Wasserbedarf der Gartenerzeugnisse genau kennen. Eine Tomate z.B. hat einen hohen Wasserbedarf. Zu großzügig gießen geht aber nicht nur ins Geld, Pflanzen können dann auch „ersaufen“. Der Wasserbedarf hängt letztendlich auch von der Bodenbeschaffenheit ab. Sandige Boden können das Wasser nicht so gut speichern, hier muss öfters gegossen werden. Kennt man die benötigten Wassermengen, muss man jetzt noch herausbekommen, welche Mengen durch Regen vorhanden sind. Der Wetterbericht ist hier nicht verlässlich, da Regen örtlich unterschiedlich fällt. Ein Regenmesser muss her. Das kann ein einfacher Messbecher sein, der die Regenmenge in Millimetern angibt. Etwas moderner geht es mit einer Wetterstation, bei der mehrere Kleingärtner auf die Wetterdaten und Regenmengen zugreifen können. Wer Regenwasser sammeln und nutzen kann, tut den Pflanzen sehr viel Gutes – sie lieben Regenwasser. Kommen wir zum Gießen. Auf keinen Fall mit dem Rechteckregner arbeiten, die Blätter können Schimmelsporen und andere Krankheiten bilden. Damit das Wasser nicht gleich wieder verdunstet, soll es so nah wie möglich im Wurzelbereich zugegeben werden. Hier kommen elektronische Beregnungssysteme ins Spiel (in der Regel batteriegestützt und optional mit Feuchtesensor). Im erdnahen Bereich werden sogenannte Tropfschläuche verlegt. Je nach Wasserbedarf, können auch mehrere Bahnen parallel verlegt werden. Bei einem gut eingestellten System kann man auf das manuelle Gießen fast verzichten. Das freut dann auch die Urlaubsvertretung. Zu den kleinen und preiswerten Helfern zählen Bewässerungstöpfe oder -Kegel, die im Erdreich vergraben werden und manuell mit Wasser befüllt werden können.

Das Seminar von und mit Sven Wachtmann war wieder sehr spannend und lehrreich. Vielen Dank für die vielen Infos und Tipps. Wir haben ja eine Gartensaison Zeit diese umzusetzen.

 

Tag und Ort:        18.04.2026, KGV „Rosengarten Marzahn“ e.V. 

Bild und Text:       Jürgen Brockhausen, Bezirkschronist Berlin-Marzahn der Gartenfreunde